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Die nachfolgend aufgefhrten Artikel sind Auszge aus  Verffentlichungen vom ko-Berater

 

Geflgelftterung im kologischen Landbau (Teil I)


Futterkomponenten

Die Produktpalette an Futterkomponenten aus kologischer Produktion ist in den letzten Jahren umfangreicher geworden; wobei zu bemerken ist, dass das Angebot nicht immer konstant ist. Daher kann zeitweilig ein Lieferdefizit bestehen. Hiervon sind hufig die Eiweitrger betroffen. Die Bereitstellung der betriebseigenen Futterkomponenten ist abhngig von jeweiligen Standortbedingungen und betrieblichen Gegebenheiten. In der Regel sind Getreide, Krnerleguminosen und lsaaten im Anbauprogramm und als Komponenten in unterschiedlichem Umfang verfgbar.

Tab. 1: Mgliche Futterkomponenten aus kologischer Produktion

Getreide Weizen, Mais, Triticale, Gerste, Hafer, Roggen
Krnerleguminosen Ackerbohnen, Lupine, Wicken, Erbsen, Sojabohnen
lsaaten Sonnenblumenkerne, Raps, Lein, Sojabohnen
Eiweiergnzung lprekuchen: Lein, Raps, Sonnenblumen, Sesam
Sonstige Grnmehle; Krutermehle, Pflanzenle, CCM, Ganzpflanzensilage, Feuchtgetreidesilage, Gemseabflle, Obst, Trester



Die oben aufgefhrte Tabelle listet bereits eine Vielzahl an mglichen Komponenten fr die Futterherstellung auf, die nicht alle auf einem Betrieb vorhanden sein werden.


Getreide


Das Getreide ist ein wesentlicher betriebseigener Energietrger in der Futterherstellung, dessen Eiweizusammensetzung nicht ausreichend ist fr eine leistungsgerechte Nhrstoffversorgung. Je nach Ftterungszweck liegt der Anteil des Getreides in der Mischung in einem Bereich von 40% bis 65%. Weizen, Triticale und Mais knnen, sofern ausreichend vorhanden, einzeln oder anteilig in der Mischung eingesetzt werden. An Roggen und Tritikale sollten die Tiere durch steigende Anteile in der Mischung langsam gewhnt werden. Der mgliche Anteil liegt dann blichwerweise in einem Bereich von 20 bis 35%. Gerste und Hafer knnen mit Anteilen von 10 bis 30 % eingemischt werden.


Krnerleguminosen


Die Krnerleguminosen verfgen ber wesentlich hhere Eiweigehalte als das Getreide. Die Eiweizusammensetzung ist jedoch auch noch nicht ausreichend fr die Nhrstoff versorung von Kken und Legehennen. Von ihrer Zusammensetzung sind die Krnerleguminosen als Energie- und Eiweilieferanten einzustufen. Auf inlndischen Betrieben sind vornehmlich Ackerbohnen, Lupinen und Erbsen vorzufinden. Vereinzelt knnen/werden auch Sojabohnen und Wicken angebaut.

Futtererbsen sind die bevorzugten Krnerleguminosen. Sie knnen bis zu 30% Mischungsanteil erreichen. Bei Ackerbohnen liegt der Anteil in Abhngigkeit von Sorte und Verwendung bei 20 bis 25%. Die Sojabohnen mssen einer thermischen Behandlung unterzogen werden, wenn sie effizient genutzt werden sollen. Nach Verfgbarkeit betrgt die Einsatzmenge 10 bis 20%. Bei den Lupinen ist nach Verwendungszweck hnlich.


lsaaten


Die lsaaten sind aufgrund ihres lgehaltes sehr energiereiche Komponenten. Sojabohnen und Lein mssen thermisch behandelt werden. Der Anteil kann i.d.R. bei ca. 5 bis 12% in der Mischung liegen. Bei ungeschlten Sonnenblumenkernen knnen die Schalenanteile der begrenzende Faktor werden; sie knnen die Flieeigenschaften und die Futteraufnahme negativ beeintrchtigen. Raps sollte nicht im Legehennenfutter eingesetzt werden.


Eiweiergnzung mit lprekuchen

Die Rckstnde aus der mechanischen lgewinnung der lsaaten sind wertvolle Futterkomponenten, weil sie noch eiweireicher sind. Dadurch knnen sich die Mischungsanteile nochmals erhhen, bzw. sie knnen fr den gezielten Aminosurenausgleich eingesetzt werden.


Sonstige

Die hier aufgefhrten Komponenten sind teilweise direkt auf den Betrieben verfgbar oder Verarbeitungsprodukte. Grnmehl wird i.d.R. in der Legehennenftteung mit als Dotterfarbstofftrger mit Anteilen im Bereich bis 8% eingesetzt. Das Pflanzenl dient als ausgleichender Energietrger und zur Feinstaubbindung. Die Silagen von Gras, Getreide etc. dienen ebenso wie der Grnauslauf der Erweiteung des Nahrungsangebotes durch Futter mit geringerer Nhrstoffkonzentration oder verfgbarkeit.

Diese Komponenten reichen fr eine allzeit bedarfdeckende Nhrstoffversorgung nicht aus. Wichtige Komponenten fr eine akzeptable Eiweiversorgung sind in kologisch produzierter Qualitt nicht oder nur sehr begrenzt verfgbar. Daher wurde im Anhang der EU-VO 1804/99 eine Positivliste beigefgt, die im folgenden knapp wiedergegeben wird.


Tab. 2: Auszug aus dem Anhang II Teil C: " Futtermittel" der EU-VO1804/99

Getreide
(Krner, deren Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse)
Weizen, Mais, Triticale, Gerste, Hafer, Roggen, Reis, Sorghum
Krnerleguminosen
(Krner, deren Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse)
Acker- und Puffbohnen, Lupine, Wicken, Kicher-, Platt- und Futtererbsen
lsaaten/lprekuchen
(Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse)
Sonnenblumen, Sojabohnen, Raps, Lein, Sesam, Krbiskerne, Baumwollsaat, Palm-Kernkuchen, Olivenprekuchen
Kartoffeln/Wurzeln
(Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse)
Kartoffeln, Bataten, Maniokknollen, Zuckerrbenschnitzel
Grn- und Rauhfutter Luzerne, Klee, Stroh, Wurzelgemse
Tierischen Ursprungs Milch- und Milcherzeugnisse, Fisch und andere Meerestiere
Sonstige Melasse, Apfel-, Trauben- und Tomatentrester
Mineralstoffe Futterkalk, Vormischungen, Algenkalk, Austern-/Muschelschalen

 

Daraus ergeben sich fr die Rezepturplanung folgende Komponenten fr die
Eiweiergnzung:
Maiskleber-(futter), Kartoffeleiwei, Bierhefe, Magermilchpulver, Fischmehl

Mit diesen Produkten knnen Rezepturen zusammengestellt werden, die auch den Nhrstoffansprchen von Kken und Jungtieren noch gerecht werden. Die Versorgung von Putenkken ist allerdings an hohe Qualitten gebunden (s. auch weiter unten). Mit der Abstimmung einer Vielzahl von kologischen Komponenten und hochwertigen erlaubten Eiweikomponenten knnen die erforderlichen Nhrstoffgehalte annhernd erreicht werden.

Futterherstellung

Ausgangsbasis fr die Zusammenstellung einer Rezeptur sind die Daten ber die Nhrstoffzusammensetzung der einzelnen Komponenten: Diese sind in Bchern oder EDV-Programmen zusammengestellt. Bei den zugelassenen herkmmlichen Einzelfutterkomponenten (Bierhefe, Kartoffeleiwei, Maiskleber, Grnmehl etc.) knnen fr die Berechnung in der Regel die Angaben bernommen werden. Dennoch sollte beim Kauf der Komponenten Sicherheit ber den geforderten Nhrstoffinhalt geschaffen werden, besonders, wenn diese Komponenten generell mit unterschiedlichen Eiweigehalten gehandelt werden.

Bei den betriebseigenen Komponenten, vorwiegend Getreide- und Krnerleguminosen, gibt es erfahrungsgem grere Abweichungen von den Tabellenwerten. Hier ist es ratsam, von einer greren Partie Nhrstoff-Analysen machen zu lassen. Im Minimum sollte der Rohproteingehalt bestimmt werden. Vom Brotgetreide sind den Betriebsleitern die Schwankungen des Rohproteingehaltes bekannt. Weichen die bestimmten Analysewerte fr Rohproteingehalt um mehr als 2,5 % von den Tabllenwerten ab, so empfiehlt sich eine Weender-Analyse der Komponenten, insbesondere dann, wenn diese Komponenten Mischungsanteile oberhalb 20% erhalten sollen.


Rezepturplanung

Zielvorgabe fr die Rezepturplanung ist die bedarfsgerechte Nhrstoffversorgung der Tiere. Das bedeutet eine der zu erwartenden Leistung angepate ausreichende Nhrstoffversorgung, die der Forderung nach Gesundheit und Wohlbefinden gerecht wird. Hierzu gehrt auch die Rationsgestaltung. Durch das Angebot von Rationskomponenten mit unterschiedlicher Nhrstoffkonzentration und Verfgbarkeit kann dem Bedrfnis der Tiere nach Nahrungsaufnahme und Nahrungssuche entsprochen werden.

Dies steht auch in unmittelbarem Zusammenhang mit der Aufbereitung des Futters bzw. der Rationskomponenten. So kann z. B. ein auf die Ftterungstechnik abgestimmtes Alleinfutter mit guter Flieeigenschaft aber geringer Strukturwirkung (Ballaststoffe) durch andere Futterkomponenten mit entsprechender Wirkung in der Ration ausgeglichen werden. Das Ziel der Rationsplanung ist die Abstimmung von physiologischer und mechanischer Sttigung der Tiere, sowie dem damit verbundenen Verhaltensrepertoire.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, der Bercksichtigung finden mu, ist die Form der Aufbereitung. Sie wird beeinflut von der Zustandsform der Komponenten. Findet die vorliegende Form nur geringe oder keine Akzeptanz bei den Tieren, so ist eine Bearbeitung erforderlich. So z.B. das Zerkleinern von Krnern (Mais, Ackerbohne, Erbse etc.), binden von Mahlstaub durch Flssigkeiten (l, Melasse, Nebenprodukte der Milchverarbeitung) und Verbesserung der Krmelstruktur und Farbintensitt des Futters.

Die gewhlte Ftterungs- , Transport- und Lagerungstechnik hat ebenfalls Einflu auf die Aufbereitung bzw. die Einsatzmenge in der Ration. Die triftt insbesondere fr solche Komponenten zu, die aufgrund ihres Schalen- oder Spelzanteils die Flieeigenschaft beeintrchtigen.

Fr eine gleichbleibende und kontinuierliche Herstellung betriebseigener Futtermischung ist schlielich eine entsprechende Logistik innerhalb des Betriebes erforderlich. Eine sorgfltige Ein-lagerung der Komponenten sowie Bevorratung und rechtzeitige Bestellung sind erforderlich. Ein rechtzeitiger Einkauf ist besonders hinsichtlich der Kenntnis von Vernderungen der Nhrstoffinhalte in den Zukaufkomponenten erforderlich.


Lagerhaltung

Die Lagerhaltung bzw. der Einsatz vieler Einzelkomponenten ermglicht eine bessere Anpassung der Rezepturen an unterschiedliche Nhrstoffanforderungen. Unter konomischen Gesichtspunkten stellt eine umfangreiche Lagerhaltung jedoch eine strkere Kostenbelastung dar, die sich auf den Futtermittelpreis auswirkt. Eine hufig genutzte Mglichkeit die Lagerhaltung zu vereinfachen, besteht in dem Einkauf von konzentrierten Ergnzungsfuttermitteln, welche fr unterschiedliche Verwendungszwecke erhltlich sind. Sie enthalten i.d.R. die Komponenten von nicht kologischer Herkunft in entsprechender richtliniengemer Menge.

Eine hufig genutzte Mglichkeit die Lagerhaltung zu vereinfachen, besteht in dem Einkauf von konzentrierten Ergnzungsfuttermitteln, welche fr unterschiedliche Verwendungszwecke erhltlich sind. Sie enthalten i.d.R. die Komponenten fr einen ausreichenden Ausgleich bzw. Versorgung mit Eiwei und Mineralstoffen.

Verhaltensfaktoren

Die Umsetzung ethologischer Erkenntnisse mu auch auf die Ernhrung der Tiere angewendet werden. Die Funktionskreise sind offensichtlich nicht von einander zu trennen, da sie in Wechselbeziehungen zueinander stehen.

Untersuchungen der Verhaltensforschung haben gezeigt, da die Nahrungsaufnahme eine wichtige soziale Funktion einnimmt. Die Tiere nehmen das Futter gemeinsam auf. Angeregt wird dies durch akustische Signale (Lautuerungen der Tiere, Pickgerusche, Laufgerusche der Futteraggregate) und durch Aktionen der Tiere (Picken, Scharren, Kratzen). Diesen Verhaltensweisen mssen bereits bei der Planung des Stalls und seiner Einrichtung und der Gestaltung der Futterrationen bercksichtigt werden.

Die Futteraufnahme der Hhner wird ferner wesentlich durch dessen Struktur und Farbe beeinflut. Die Struktur des Futters ergibt sich aus der Form und der Gre der Nahrungspartikel. So werden groe, kantige Teilchen besser wahrgenommen als feine, staubartige Partikel. Im Zusammenhang mit der Struktur ist die Farbe bzw. die Farbintensitt ebenfalls von Bedeutung. Die Tiere entwickeln im Laufe ihrer Jugend vermutlich eine Prferenzstruktur fr Farben, die jedoch nicht unbedingt zu verallgemeinern ist. Die Farbintensitt krftiger Farbtne beeinflut dabei die Wahrnehmbarkeit und fhrt zu einer besseren Aufnahme des Futters. Derselbe Effekt kann auch durch Anfeuchten des Futters erzielt werden.

Der Geschmackssinn ist bei Geflgel nicht sehr differenziert ausgebildet, so da keine spontane Futteraufnahme oder -verweigerung durch Qualitten wie s, salzig, bitter und sauer zu erzielen sind, weshalb sich Hhner z.B. durchaus an Silagen "heranmachen". Hier sind in der Regel einwandfreie Qualitten und physiologische Rckkopplungen fr das Annehmen des Futters entscheidend.

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Geflgelftterung im kologischen Landbau (Teil 2)

Ftterungsverfahren

Die fr die Ration vorgesehenen Komponenten knnen in unterschiedlichen Zustandsformen vorliegen. So knnen z.B aus der Milchverarbeitung flssige Rckstnde anfallen, oder Handelsfuttermittel in Pellet-Form verfgbar sein. Es besteht nun unter Umstnden die Mglichkeit solche Komponenten getrennt anzubieten im Rahmen der Rationsplanung (z.B. Grnmehlpellets) oder eine flssige Komponente an den Schrot zu binden (z. B. Magermilch etc.)

Grundstzlich kann den Tieren das Futter trocken und/oder in na-feuchter Form angeboten werden. Das feuchte Futter erfreut sich groer Beliebtheit. Es mu hierbei jedoch unbedingt darauf geachtet werden, da die Futtermengen innerhalb kurzer Zeit frisch von den Tieren gefressen wird. Nur so kann die teilweise Aufnahme von verdorbenen Futter vermieden werden. Besonders ist hierauf in der warmen Jahreszeit zu achten.

  • Alleinftterung:



Hierbei bekommen die Tiere ein Futter,dessen Nhrstoffinhalt ausreichend ist, um die Tiere bedarfsgerecht zu versorgen. Es wird i.d.R. trocken und zur freien Aufnahme angeboten. Gleichzeitig kann die Ration eine oder mehrere Einzelkomponenten wie Gras, Krner, Gemse (-abflle) etc. beinhalten. Es handelt sich hierbei um eine vergleichsweise einfach zu handhabende Ftterung, mit der eine angepate Nhrstoffversorgung erlangt werden kann.

  • Kombinierte Ftterung:



Hierfr wird ein Ergnzungsfutter mit min. 20% Rohprotein und ca. 11MJ umsetzbarer Energie zur freien Verfgung angeboten. Dieses Futter wird durch einen erhhten Anteil von Krnern zum Picken ergnzt. Geeignet hierfr sind Weizen, Hafer, Gerste und kleinkrniger Mais. Durch eine Bearbeitung mit einer Quetsche knnen auch grokrnigere Samen mit verfttert werden. Es ist wichtig auf die Herstellerangaben zu achten. Die Verftterung weiterer Einzelkomponenten in der Ration ist mglich; erfordert jedoch eine gute Abstimmung auf das Nahrungsaufnahmeverhalten der Tiere.

  • Phasenftterung:



Den Tieren wird im festen Rhythmus (i.d.R. tageweise) abwechselnd ein Ergnzungsfutter und andere Komponenten angeboten. Hierbei ist die Gefahr, da die Tiere sich nur von bevorzugten Komponenten ernhren sehr gro. Dies kann sich rasch auf ihren Gesundheitszustand und die Leistung auswirken.

Ftterung in der Aufzucht

Die Ansprche an die Ftterung in der Aufzucht sind besonders zu bercksichtigen. Die jungen Kken haben hhere Ansprche als die (Alt-) Hennen und die Halbwchsigen. Die nachfolgende Tabelle gibt einen berblick von den Nhrstoffinhalten der Futter. Die Ftterung der Kken beginnt mit einem Starterfutter, das einen recht hohen Eiweigehalt hat und eine entsprechende Versorgung mit Aminosuren erreichen kann. Dies kann, wie aus der Beispielsrezeptur zu ersehen ist, auch auf der Basis einer betriebseigenen Ftterung erreicht werden. Auch hierfr werden eiweireiche Ergnzungsfutter zur Abstimmung auf Getreide und Krnerleguminosen angeboten. Diese Ergnzungsfutter werden mit Komponenten tierischer Herkunft (Fischmehle,) hergestellt; sie knnen aber auch auf rein pflanzliche Basis abgestimmt werden.


Tab. 3: Empfehlungen fr die Nhrstoffinhalte von Starterfutter fr Geflgel

  Hhner Puten Enten/Gnse
Lebenswoche 1. - 4./6. 1. - 4. 1. - 4.
Energie (MJ) 11 - 12 11 - 12 10,5 - 11,5
Rohprotein (%) 20 - 22 27 - 29 19 - 20
Rohfaser (%) 3 - 3,5 3 - 3,5 3 - 3,5
Rohfett (%) 3 - 4 3 - 4 3 - 4
Lysin (%) 1,0 - 1,2 1,7 - 1,8 1,0 - 1,2
Methionin (%) 0,5 - 0,53 0,6 - 0,8 0,4 - 0,45
Calcium (%) 0,7 - 1,2 1,2 - 2 0,8 - 1,4
Phosphor (%) 0,5 0,8 0,6
Natrium 0,15 - 0,3 0,15 - 0,3 0,15 - 0,3


Da der Verdauungstrakt der kleinen Kken naturgem am Anfang recht klein ist, empfiehlt es sich das Starterfutter zunchst als Alleinfutter anzubieten. Mit fortschreitender Aktivitt der Kken, werden diese sich auch mit der Suche nach anderen Nahrungskomponenten beschftigen, insbesondere, wenn sie in der Naturbrut von einer Glucke gefhrt werden. Ist dies nicht der Fall, ist in den ersten Tagen Augenmerk darauf zu verwenden, da Futter und Wasser ausreichend und vor allem sauber und frisch zur Verfgung steht.

Tab. 4: Rezepturbeispiel fr Starterfutter
Zusammensetzung Nhrstoffgehalt
46,0 % Weizen 12,1 MJ UE
20,0 % Futtererbsen 22,20 % Rohprotein
8,0 % Ackerbohnen 5,50 % Rohfaser
17,0 % Maiskleber 4,00 % Rohfett
2,0 % Bierhefe 0,90 % Lysin
2,0 % Pflanzenl 0,42 % Methionin
2,0 % Perlkalk 1,35 % Calcium
2,0 % Mineralstoffvormischung 0,65 % Phosphor
1,0 % Pflanzenl 0,14 % Natrium

Mit dem Heranwachsen der Kken verringern sich die Ansprche an die Nhrstoffkonzentration . Fr die Fortfhrung der Ftterung bestehen zwei Mglichkeiten. Bei einer Haltung in geringen Umfang empfiehlt es sich, das vorhandene Starterfutter zu verschneiden mit anderen Komponenten, wie z.B Getreidekrnern. Der Anteil dieser Komponente wrde mit dem Alter ansteigen, soda allmhlich eine Absenkung des Rohproteingehaltes auf ca. 14 bis 17% erfolgt (siehe Tabelle: 5).

Tab. 5: Empfehlungen fr die Nhrstoffinhalte von Aufzuchtfutter fr Geflgel
  Hhner Puten Enten/Gnse
Lebenswoche 4./6. - 8./12. 4. - 8. 4. - 8.
Energie (MJ) 11 - 12 11 - 12 10 - 11
Rohprotein (%) 16 - 17 22 - 24 14 - 15
Rohfaser (%) 3 - 3,4 3 - 3,4 3 - 3,5
Rohfett (%) 3 - 4 3 - 4 3 - 4
Lysin (%) 0,8 - 0,9 1,4 - 1,5 0,8 - 0,9
Methionin (%) 0,3 - 0,38 0,5 - 0,55 0,4 - 0,45
Calcium (%) 0,7 - 1,2 1,2 - 2 0,8 - 1,4
Phosphor (%) 0,5 0,8 0,6
Natrium 0,15 - 0,3 0,15 - 0,3 0,15 - 0,3

Einer weiteren Tatsache mu bei der Aufzucht mglicherweise ebenfalls noch Rechnung getragen werden und zwar der spteren Verwendung. Dies trifft insbesondere auf die Hhne bei betriebseigener Aufzucht zu. Die Futterversorgung dieser Tiere kann mit einem etwas eiweireicherem Futter erfolgen, soda die Mastdauer nicht unermelich wird, zumal die Tiere immer mehr Platz bentigen.

Ein Beispiel fr eine solche Rezeptur ist in der Tabelle 6 zu finden
Tab. 6: Rezepturbeispiel fr Aufzuchtfutter zur Mast

Zusammensetzung Nhrstoffgehalt
10 % Gerste 11,2 MJ UE
10 % Hafer 17,1 % Rohprotein
35 % Weizen 4,5 % Rohfaser
7,0 % Futtererbsen 4,3 % Rohfett
15,0 % Ackerbohnen 0,8 % Lysin
5,0 % Grnmehl 0,26 % Methionin
10,0 % Maiskleber 1,2 % Calcium
3,0 % Bierhefe 0,6 % Phosphor
2,0 % Perlkalk 0,16 % Natrium
2,0 % Mineralstoffvormischung    
1,0 % Pflanzenl    




Legehennen

Der Legebeginn ist von einer Reihe von Faktoren wie z.B. Alter, Ftterung, Tageslichlnge etc. abhngig. Wichtig ist jedoch in jedem Fall, da die Jungtiere ab diesem Zeitpunkt mit einem Futter versorgt werden, das den vernderten Ansprchen der Tiere Rechnung trgt. Je nach Rasse und Alter knnen die Junghennen mit Beginn des Legens noch nicht vollentwickelt sein. In diesem Fall mu die Nhrstoffversorgung aus dem Futter sowohl fr die Legeleistung als auch fr die krperliche Weiterentwicklung ausreichend sein. Ganz wesentlich steigt ab diesem Zeitpunkt der Bedarf an Mineralstoffen und hier insbesondere die Kalziumversorgung zur Eischalenbildung. Hhner sind zwar in der Lage in gewissem Ma ihr Nhrstoffmenu zusammenzustellen; Voraussetzung hierfr ist jedoch die Verfgbarkeit entsprechender Komponenten.

Tab.7: Empfehlungen fr die Nhrstoffgehalte von Alleinfutter fr Legehennen

  Alleinfutter I Alleinfutter II
Legewoche 1.-22-/24. ab 23./25.
Energie MJ 11-11,5 11-11,5
Rohprotein % 16-18 14,5-16,5
Rohfaser % 3,5-4,5 4-6
Rohfett % 3-4,5 3-4,5
Lysin % 0,75-0,8 0,6-0,7
Methion %in 0,32-0,35 0,3-0,32
Calcium % 3,5-3,7 3,5-3,7
Phosphor % 0,55-0,65 0,5-0,55
Natrium % 0,15-0,2 0,15-0,2


Etwa ein halbes Jahr nach Legebeginn verringern sich die Anspche an die

Nhrstoffversorgung, Nun kann entweder ein anderer Futtertyp verwendet werden oder die Ration wird dahingehend verndert, da das bisherige Legehennenfutter mit einer anderen Futterkomponente verstrkt gestreckt wird. Fr den Mineralstoffausgleich von Kalzium werden dann sptestens ab diesem Zeitpunkt Muschelkalk oder Austernschalen zur freien Aufnahme zustzlich angeboten.

Tab. 8: Rezepturbeispiel fr Legehennen-Alleinfutter I



Zusammensetzung


Nhrstoffgehalt
5,0 % Gerste 11,4 MJ UE
10,0 % Hafer 18,1 % Rohprotein
35,0 % Weizen 4,0 % Rohfaser
15,0 % Futtererbsen 4,1 % Rohfett
6,0 % Ackerbohnen 0,75 % Lysin
3,0 % Grnmehl 0,28 % Methionin
12,0 % Maiskleber 3,6 % Calcium
2,0 % Bierhefe 0,6 % Phosphor
8,0 % Perlkalk 0,16 % Natrium
2,0 % Mineralstoffvormischung    
2,0 % Pflanzenl    



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